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Ein Hund? Gedanken zur Anschaffung…

 

1.   Was sollte ich mir VOR der Anschaffung überlegen?

Zunächst einmal steht für mich bei dieser Frage der finanzielle Aspekt: Bin ich finanziell dazu in der Lage, sämtliche Kosten der Hundehaltung das ganze Leben des Vierbeiners hindurch (rechnen Sie mal mit 10 bis 15 Jahren) zu tragen? Die Anschaffungskosten sind nämlich IMMER der geringste Kostenfaktor – egal, wie teuer das Tierchen war!

Sind alle Familienmitglieder mit der Anschaffung des Hundes einverstanden? So ein Hund bringt neben viel Freude immer auch Aufwand mit sich und Unannehmlichkeiten durch den Hund sollten später kein dauernder Streitpunkt innerhalb der Familie werden.

Was soll mit dem Hund passieren, wenn ich in der Arbeit bin, zum Arzt oder ins Krankenhaus muß oder in den Urlaub fahren möchte? Einen gut erzogenen, gelassenen Hund kann man oft mitnehmen aber es gibt im Leben Situationen, in denen eine Fremdbetreuung des Tieres notwendig ist. Habe ich Freunde/Verwandte, die den Hund dann zu sich nehmen? Oder kann ich ihn in eine Tierpension geben?

Bin ich bereit dazu, Neues zu lernen, mich auf die Bedürfnisse eines Hundes einzustellen und viele Jahre lang Verantwortung für sein Wohlergehen zu tragen?

Habe ich genug Zeit (und Lust) für Gassigänge, Beschäftigung und Training mit dem Hund?

Welche Vorstellungen habe ich von meinem vierbeinigen Freund, welcher Typ Hund passt in mein Leben? Die frühere Arbeitsaufgabe, das ursprüngliche Zuchtziel einer Hunderasse bedingt immer gewisse Verhaltenstendenzen. Komme ich damit zurecht, mag ich mich mit diesen Verhaltensweisen auseinandersetzen und meinem Hund eine entsprechende Beschäftigung anbieten?

2.  Lieber einen Hund kaufen oder adoptieren? Was muß ich dabei beachten?

Das ist Geschmacksache und kommt auf den individuellen Fall an. Rassehunde bekommt man meist als Welpe. Das Verhalten von Rassehunden ist besser vorhersagbar, weil eine bestimmte Rasse immer auf bestimmte Eigenschaften hin selektiert wurde. Ein Welpe bedeutet allerdings neben viel Spaß auch großen Zeitaufwand und macht viel Arbeit.

Bei einer Adoption kannst du Gutes tun und einem Tier helfen. Der Vierbeiner hat jedoch in der Regel Vorerfahrungen gemacht, von denen man vielleicht nichts oder wenig weiß. Ungünstige Vorerfahrungen oder mangelnde Erfahrungen im Welpenalter begünstigen Verhaltensprobleme, mit denen du dich möglicherweise im Zusammenleben auseinandersetzen musst.

 

Möchtest du einen Hund kaufen, ist es eine tolle Idee, sich bei Hundeausstellungen, Haltern und Züchtern der auserkorenen Rasse sowie Hundetrainern über die Rasse zu informieren. Steht die Rasseauswahl fest, laden gute Züchter dich gerne zu sich nach Hause ein, um die Hunde live zu erleben, gerne auch schon, bevor der Wurf da ist. Gefallen dir die Elterntiere? Möchtest du mit einem solchen Tier künftig zusammenleben? Ein guter Züchter hat Interesse an dir, stellt viele Fragen und freut sich darüber, dir über seine Tiere umfassend Auskunft zu geben.

Für eine Adoption bieten sich die Tierheime des deutschen Tierschutzbundes an. Hier bekommst du genaue Informationen über die Charaktereigenschaften des gewählten Hundes (oder wenn diese unbekannt sind, sollte das offen kommuniziert werden). Du kannst, oft mehrfach, zur Probe Gassi mit dem Kandidaten gehen und dabei sehen, ob die Chemie zwischen dir und dem Hund stimmt. Wir selbst starteten im Jahr 2021 die Suche in Tierheimen nach einem neuen vierbeinigen Familienmitglied. Meine persönlichen Erfahrungen dazu kannst du hier lesen:

Meine Erfahrungen im Tierheim

Auch seriös arbeitende Tierschutzorganisationen im Ausland sind eine Möglichkeit für die Adoption eines Hundes. Günstig ist es hier, wenn das Tier bereits auf einer inländischen Pflegestelle lebt, die dir zu seinen Eigenschaften Rede und Antwort stehen kann. Wichtig ist hier auch, dass der zu vermittelnde Hund zuverlässig auf ansteckende Krankheiten hin untersucht ist, die in seinem Herkunftsland vielleicht häufig auftreten.

Hunde sollten nicht über Internetportale aus Kleinanzeigen gekauft werden. Auch das „Bestellen“ nur nach Foto im Netz ist keine gute Idee: Du wirst künftig nicht in erster Linie mit der Optik des Hundes, sondern mit seinen Eigenschaften leben. Hinter Online-Kleinanzeigen verstecken sich zudem oft skrupellose Hundehändler, die unter unsäglichen Umständen Muttertiere als Vermehrungsmaschinen missbrauchen und den künftigen Hundehaltern nicht sozialisierte, häufig todkranke Welpen verkaufen.

3.  Welche Hunderassen eignen sich für Familien gut und warum?

Wir besaßen in der Familie als Ersthund einen Großen Schweizer Sennenhund. Der Rüde namens Carlo wog gut und gerne 50kg und war die personifizierte Ruhe. Damals waren meine Kinder klein, der jüngste Sohn gerade einmal 2 Jahre alt. Carlo war bei Kindergeburtstagen immer mit am Start und zog das Kindergartenkind in seiner kleinen Hundekutsche zur KiTa. Auch ein sehr großer, schwerer Hund kann also ein geeigneter Familienhund sein!

Ganz pauschal lässt sich diese Frage also nicht beantworten. „Den“ kinderfreundlichen Hund gibt es ebenso wenig wie „die“ kinderfreundliche Rasse.

Es kommt immer auf die Erwartungen und das Lebensumfeld der Familie an. Der Charakter eines Hundes entwickelt sich individuell und im Zusammenspiel mit vielen Faktoren, die Rasse ist nur einer davon.

4.  Sollte ich mit einem neuen Hund in die Hundeschule?

Handelt es sich um einen Welpen, so sollte dieser möglichst viel positiven Sozialkontakt zu netten Artgenossen haben. Deshalb ist hier der Besuch einer guten Welpenstunde durchaus sinnvoll. Außerdem bekommt der Hundehalter Antworten auf alle Fragen und zeitnah Hilfestellung, wenn es irgendwelche Probleme im Umgang mit dem kleinen Vierbeiner gibt.

Bei der Übernahme eines erwachsenen Hundes macht der Besuch einer Hundeschule Sinn, wenn du dir Hilfe und Rat holen möchten oder/und den Austausch und das Treffen mit gleichgesinnten Hundebesitzern schätzt.

Folgende Punkte sind bei der Auswahl einer guten Hundeschule wichtig:

  • Freundliche und respektvolle Umgangsformen mit Mensch und Hund
  • Keine Verwendung von Hilfsmitteln oder Trainingstechniken, die beim Hund Schmerzen verursachen
  • Mensch und Hund haben Spaß beim Training und fühlen sich wohl
  • Trainer kann seine Vorgehensweise schlüssig erklären und ist bei wichtigen Fragen auch zwischen den Trainingsstunden ansprechbar

5.  Wie kann ich dem neuen Hund das Eingewöhnen erleichtern?

Stelle bereits im Vorfeld des Einzugs -gerne schriftlich- gemeinsam mit allen zweibeinigen Familienmitgliedern die Regeln für den neuen Vierbeiner auf: z. B. Darf der Hund aufs Sofa? Wo soll er schlafen (Welpen übrigens erst einmal immer bei den Menschen!)? Soll die Küche Tabuzone werden?….

Vor dem Einzug eines Welpen sollte das Zuhause welpensicher gemacht werden: z. B. herumliegende Kabel, giftige Zimmerpflanzen, teure Teppiche, Schuhe etc. wegräumen. Das positive Kennenlernen von vielen unterschiedlichen Menschen, Tieren und Dingen aus dem künftigen Umfeld ist für Welpen extrem wichtig. Deshalb ist es toll, wenn du dir möglichst früh Gedanken darüber machst, was dein kleiner Hund später alles entspannt kennen und mitmachen soll. So kannst du gleich nach den ersten Tagen des Einlebens kleine, kurze Abenteuerausflüge mit dem Welpen planen.

Falls Kinder im Haushalt sind: Eine Tabuzone einrichten, innerhalb derer der Hund absolut ungestört bleibt (beispielsweise das Hundebett).

Zudem empfiehlt es sich, notwendige Anschaffungen bereits im Vorfeld des Einzugs zu machen: Leine, Halsband, Geschirr (evtl. ausbruchsicher), Schlafplatz und Transportmöglichkeit für das Auto wären hierfür Beispiele.

Füttere das gewohnte Futter des Hundes für eine Weile weiter und lasse dem Vierbeiner ganz viel Ruhe und Zeit zum Erkunden und Kennenlernen.

 

Und ganz wichtig: Bleibe möglichst gelassen, entspannt und konsequent, auch wenn der „Neuzuwachs“ anfänglich das Familienleben etwas durcheinanderwirbelt!:-)

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