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Auf der Suche nach dem Richtigen: Meine Erfahrungen im Tierheim

Mein gelieber Wolfhund Chili war im September 2021 verstorben. Die Trauer war groß und es gibt sie immer noch, die Momente, in denen ich ihn so sehr vermisse.

Trotzdem war von Anfang an klar, dass wieder ein zweiter Vierbeiner angeschafft werden würde, zumal Akando ja nicht wirklich als „Hund“ durchgeht.;-)

So machten wir uns also nun, zwei Monate später, auf die Suche nach einem neuen Hausgenossen. Ein Mädel soll es sein, am besten eine „eierlegende Wollmilchsau“. Sprich: Etwas „leichtes“ (Naja, von unseren Wolfhunden sind wir ja inzwischen schon einiges gewöhnt..), gesund, freundlich zu Mensch und Artgenossen, ohne große Umweltängste, spielfreudig und 1 bis 2 Jahre alt. Ausserdem soll sie die mit Chili begonnene Spürhundeausbildung im Rahmen von lifestockprotect fortsetzen können, also arbeitseifrig und gut zur Nasenarbeit motivierbar sein. Aber auch mal „alle Viere grade sein lassen“, wenn mal ein, zwei Tage lang nur Gassi auf dem Programm steht.

Die erste Anlaufstation und unsere erste umfassendere Tierheimerfahrung (nach zwei Kaninchen, die wir vor vielen Jahren einmal adoptiert hatten) war ein Tierheim des deutschen Tierschutzbundes in Niederbayern. Wir hatten auf deren Webseite eine Hündin entdeckt, von der wir glaubten, dass sie eine geeignete Kandidatin für uns sein könnte.

Die Kontaktaufnahme per Email erfolgte knapp und war unkompliziert. Es kam auch sofort am Folgetag eine kurze Antwort, dass für uns ein Besuchstermin am nächsten Tag reserviert ist.

Wir fuhren also voller Erwartung zu Dritt eine Stunde bis in das auserwählte Tierheim.

Nach einer kurzen Begrüßung – ich kann mich gar nicht erinnern, dass sich die Dame vorstellte, auch wer vor ihr stand schien sie nicht zu interessieren – kam nur eine einzige Frage: „Haben Sie Hundeerfahrung?“ Ich bejahte dies, indem ich unsere bisherigen Hunde aufzählte und Akando erwähnte. Sie schien zufrieden, wir sollten schon mal zum umzäunten Auslauf gehen, sie würde dann die Hündin dort hin bringen. Die Tierheimmitarbeiterin kam schließlich mit der temperamentvollen Junghündin, wir gingen gemeinsam in den Auslauf, wo sie den Hund ableinte. Das Mädchen sprang ein wenig herum, schnappte sich schließlich einen Ball mit Griff, den ich nahm und daran zog. Recht bestimmt wurde ich aus dem Hintergrund darauf aufmerksam gemacht, dass es hier nicht erwünscht sei, Zerrspiele mit den Hunden zu machen. Oooookeeey – dein Heim – deine Regeln!

Wir erfuhren, dass die Hündin schon sehr jung wegen eines (angeblichen?) Beißvorfalls mit dem Kind der ehemaligen Besitzerin abgegeben wurde (Aha, stand nicht in der Beschreibung, wäre ja vielleicht erwähnenswert…), im Auslauf des Tierheims damit begonnen hatte, vorbeifahrende Autos zu jagen. Was aber damals die Mitarbeiterin flugs nachhaltig unterband, indem sie dem Hundemädchen eine Gießkanne hingeworfen hat. Naja….immerhin hatte es offensichtlich zu einer Verhaltensänderung geführt. Hmmm…. Es gäbe bereits einen Interessenten, der schon mal vor Ort war und in den kommenden Tagen nochmals mit seinem Hund käme. Wenn der dann zusagt, hätten wir leider Pech gehabt. Tja, auch eine Info, die wir besser vor der Anfahrt gewusst hätten, dann hätten wir wohl erst mal abgewartet.

Die Dame verließ dann den Auslauf, darauf hinweisend, dass wir die Hündin an der wieder eingeklinkten Leine festhalten sollten, damit sie ihr nicht über den Zaun hinweg nachsetzt. Warum sie eigentlich gehen wollte – keine Ahnung. So standen wir also mit der nun wegen der Abwesenheit der Bezugsperson völlig gestressten Hündin, die versuchte, das Metallgitter der Türe durchzubeissen. Als ich sie mittels Leine daran hindern wollte, testete sie die Festigkeit der Leine. Erst nach geraumer Zeit beruhigte sich der Hund, wir warfen ihr einige Leckerchen und Mario spielte etwas mit ihr.

Die Mitarbeiterin des Tierheims erschien nach etwa 20 Minuten wieder. Sie erzählte uns noch, dass der Hund HD-geröntgt ist. Und wenn wir das Mädel haben wollten, sollten wir uns telefonisch wieder melden. Fertig!

Keinerlei Fragen nach den Familien- und Wohnverhältnissen, den künftigen Haltungsbedingungen, unseren Vorstellungen und Wünschen. Keine sachkundige Auskunft zu Eigenschaften der Hündin, kein Rausgehen (gerne mit Mitarbeiterin gemeinsam), um den Hund ausserhalb der Tierheimanlage erleben zu können.

So wird es schwierig sein, die passenden Menschen zu den Hunden finden zu können….schade! Wir haben uns jedenfalls aufgrund des Desinteresses und der mangelnden Informationen gegen die junge Hündin entschieden und suchen nun weiter.

Update: Gestern nun ein erneuter Besuch in einem Tierheim, auch im deutschen Tierschtzbund, ebenso in Niederbayern. Diesmal ein völlig anderes Bld – zum Glück!

Hier bekam ich bereits beim ersten Telefonkontakt die Anweisung, einen Selbstauskunftsbogen ausgefüllt zum Besuch mitzubringen. Weil Coronabedingt aktuell keine Vorkontrollen erfolgen, bat man uns zusätzlich noch um ein Video von unseren Wohnverhältnissen.

Im sehr sauberen, freundlichen und neuen Tierheimkomplex wurden wir nach kurzer Wartezeit einer Hundepflegerin vorgestellt, die uns mit dem ausgewählten vierbeinigen Schützling bekannt machte. Nach vielen Fragen von beiden Seiten durften wir mit der Hündin eine Gassirunde gehen. Wir haben Bedenkzeit bekommen und es ist möglich, ein „Wohnen auf Probe“ zu organisieren.

SO stelle ich mir Tiervermittlung vor, die zum Vorteil von Mensch und Tier passiert.

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