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„Gewaltfreies“ Hundetraining?

Die meisten Hundeschulen und -trainer schmücken sich inzwischen damit, dass sie „gewaltfrei“ arbeiten. Aber was bedeutet das eigentlich?

Die Definititon laut „Wikipedia“: Als Gewalt (von althochdeutsch waltan „stark sein, beherrschen“) werden Handlungen, Vorgänge und soziale Zusammenhänge bezeichnet, in denen oder durch die auf Menschen, Tiere oder Gegenstände beeinflussend, verändernd oder schädigend eingewirkt wird. Wikipedia-Artikel „Gewalt“

Also: Beeinflussen und verändern wollen wir ja im Hundetraining. Fragt sich nur, wie….

Der Begriff „Gewalt“ und die Bewertung, wann Gewaltanwendung stattfindet, wird von uns Menschen seit jeher ganz unterschiedlich verwendet bzw. vorgenommen.

In der modernen Lerntheorie wird von „Gewalt“ gar nicht gesprochen. Hier gibt es die Begriffe „Verstärkung“ und „Strafe“. Mit ganz exakter Definition: „Verstärkung“ lässt ein Verhalten wahrscheinlicher auftreten, „Strafe“ verringert das Auftreten eines Verhaltens. Wir arbeiten insbesondere mit „positiver Verstärkung“ (also mit „Belohnung“). Das heißt, dass wir einem vom Hund gezeigten, erwünschten Verhalten etwas für das Tier Angenehmes hinzufügen, um dieses Verhalten häufiger werden zu lassen.

Ein wasserverrückter Hund wird wahrscheinlich schneller und ausdauernder „Sitz“ zeigen, wenn er als Belohnung für die gewünschte Ausführung ein Bad im angrenzenden Bach nehmen darf, während der Jagdfreak vielleicht dafür viel lieber die Erlaubnis erhält, kurz das Hasenfell an der Reizangel zu hetzen. Und für der verfressene – oder gerade hungrige – Vierbeiner zieht möglicherweise ein Leckerchen allen anderen Dingen vor.

Allerdings können wir im Alltag (wie auch im Training) Strafe nie ganz ausschließen: Alles, was ein Hund als unangenehm oder negativ wahrnimmt gilt in der Lerntheorie bereits als Strafe, da es sein dabei gerade gezeigtes Verhalten unwahrscheinlicher werden lässt.

So empfinden viele Hunde bereits eine vorübergebeugte, auf sie zu gerichtete Körperhaltung des Menschen oder von oben ausgeführte Berührungen von uns als unangenehm und damit als Strafe. Während andere Vierbeiner laute Stimmen und Geräusche meiden. Und meistens erzeugt das erwartete aber – beispielsweise wegen unzureichender Leistung – vorenthaltene Leckerchen Frust und ist damit als Strafe einzuordnen.

Du siehst also: Was genau dein Hund als „Verstärker“ (Belohnung) oder als „Strafe“ empfindet, entscheidest nicht du. Sondern NUR dein Hund.

Unser Ziel ist es, Strafe im Hundetraining auf ein möglichst geringes Maß zu reduzieren. Weil jeder Hund über positive Verstärkung schneller lernt, dabei gute Emotionen hat (Spaß, Selbstwirksamkeit, Vertrauen und Bindung zum Hundehalter) und weniger Stress empfindet.

Du lernst mit uns, die Körpersprache deines Hundes richtig einzuschätzen, seine Emotionen zu lesen. Und du lernst, wie du herausfindest, was deinen Hund so richtig motiviert. Damit ihr beide gut und mit Freude zusammenarbeitet und einem glücklichen Leben mit Hund nichts im Wege steht!

Auf geht´s!!!

Ein weiterer Blog-Artikel zum Thema: Deinem Hund Grenzen setzen 1 – Nein sagen?

 

 

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