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Antijagdtraining – Dein Weg zum Erfolg 2

Antijagdtraining – Die 6 Säulen zum Erfolg

Hier kommt mein dritter Blogartikel mit tollen Tipps für dich, wie du deinen Hund im Griff behältst, auch wenn direkt vor ihm der Hase aufspringt!

Du möchtest dir meine ersten Hinweise auch noch holen?

Sehr gerne, hier sind sie:

Antijagdtraining – Die 6 Säulen des Erfolges!

Antijagdtraining – Dein Weg zum Erfolg 1

Und heute geht´s weiter mit den nächsten beiden Säulen für dein perfektes Fundament zum entspannten Freilauf!

Säule 3: Befriedige die Bedürfnisse deines Hundes!

Sorge dafür, dass dein Hund sein natürliches Jagdbedürfnis mit dir gemeinsam kontrolliert ausleben kann!

Insbesondere die Nasenarbeit als konzentrationsintensive und ruhige Beschäftigung eignet sich dazu sehr.

Eine ganz einfache Übung zum Start: Lasse deinen Hund zusehen, wie du eine Handvoll Leckerchen (oder sein Lieblingsspielzeug) in einer Wiese wegwirfst. Mit einem aufforderndem „Such“ (und vielleicht einem Sichtzeichen) schickst du ihn dann los, um sich die begehrten Dinge zu holen. Lobe ihn, wenn er fündig wurde und wiederhole das Spiel einige Male. Hilf´ ihm dabei nicht zu sehr, er soll ruhig selbständig arbeiten und sich nicht einfach auf deine Hilfe verlassen. Dieses Spiel kannst du schwieriger werden lassen, indem z. B. dein Hund nicht mehr zusieht, wenn du Leckerchen/Spielzeug versteckst.

Du kannst deinen Hund darauf trainieren, einen bestimmten Geruch zu suchen und anzuzeigen. Oder du lernst ihm, aus mehreren vorhandenen Gerüchen denjenigen anzuzeigen, den du ihm vorher als Geruchsmuster präsentiert hast. In diese Richtung geht auch das von uns Hundeexperten angebotene Mantrailing. Hierbei sucht der Hund nach einer Geruchsprobe aus unendlich vielen menschlichen Spuren exakt diejenige, deren Geruch dem vorgegebenen Muster entspricht. Eine grandiose Leistung, die bei jedem Hundehalter stets aufs Neue für Aha-Erlebnisse und Abenteuer sorgt!

Das Reizangeltraining wird insbesondere von bewegungsfreudigen, sehr aktiven Hunden gerne angenommen. Reizangeln gibt es mit unterschiedlichsten „Anhängseln“ im Handel, z. B. hier bei Hundwerkszeug. Wichtig dabei ist, dass du deinen Hund nur kontrolliert der Angel nachjagen lässt, d. h. er sollte am besten bereits Sitz/Platz unter Ablenkung beherrschen und das Training sollte zunächst mit wenig/keinem Bewegungsreiz kleinschrittig aufgebaut werden. Die Belohnung für das Warten in der angesagten Position ist dann jeweils die Erlaubnis, der Angel nachzujagen. Ein gutes „Aus“ sollte ebenfalls bereits etabliert sein, um „Kämpfchen“ mit deinem Hund zu vermeiden, wenn er das Anhängsel der Angel im Maul hält und du mit der nächsten Sequenz starten oder das Spiel beenden möchtest. Und Vorsicht bei jungen Hunden: Sie sollen weder Sprünge noch sehr schnelle, aprupte Wendungen machen!

Kennst du das Treibball-Spielen? Gerade wenn du einen Hütehund besitzt, könnte ihm das viel Freude bereiten. Dabei geht es im Kern darum, dass der Hund große, luftgefüllte, bunte Bälle in vorgegebener Reihenfolge auf einer Wiese in ein Tor treibt. Er wartet jeweils, bis er „ran darf“ und der Hundeführer kann dabei seinen Hund aus der Distanz lenken, stoppen und jederzeit unterbrechen. Bei Anja Jakob bist du in ihren Treibball-Kursen (auch online) sehr gut aufgehoben.

Jagdspiele sind bei Vollblut-Jägern sehr beliebt. Je nach Vorliebe deines Hundes kannst du dich beispielsweise mit ihm gemeinsam auf die Jagd nach Mäusen machen: Verstecke in einem Mauseloch ein länglich geformtes Leckerchen (z. B. Pansenstängelchen), während dein Hund brav davor sitzt. Es sollte nicht in der Tiefe des Loches „untergehen“ aber auch nicht herausragen. Gib dann deinem Hund das Freizeichen und lasse ihn nach Herzenslust an dem Loch so lange arbeiten, bis er sein Leckerchen herausgezogen hat. Feuere ihn dabei ruhig an! Wichtig: Bitte nur dort buddeln lassen, wo es nicht stört und die Buddellöcher nach „getaner Arbeit“ wieder zuschütten, damit sich niemand in den Löchern verletzen kann.

Wenn dein Hund draussen begeistert Wildfährten verfolgt, kannst du dies auch mit ihm zusammen tun. Er muß natürlich angeleint sein, um dich auch zuverlässig dabei mitzunehmen;-). Erschnüffelt dein Hund eine Fährte, folgt dieser gemeinsam einige Meter (Bitte natürlich nicht kreuz und quer und über weite Strecken durch die Wälder laufen, nehmt Rücksicht auf das Wild!). Du kannst diese Aktion sogar auf Signal setzen. Machst du dies häufig (in deinem Tempo) und mit Herzblut, wird dein Hund sich möglicherweise bald von sich aus zu dir orientieren, wenn er Fährtenwitterung aufgenommen hat, um dich zum gemeinsamen Verfolgen aufzufordern. Diese gemeinsame Aktion kann auch als Belohnung eingesetzt werden, wenn sich dein Hund weg vom Wild zu dir hin orientiert.

Speziell für Windhunde eignen sich sogenannte „Coursings“, das sind Rennen auf einer Bahn hinter einem künstlichen Hasen her. Auch in Bayern gibt es hierzu Möglichkeiten und sogar einen Windhund-Rennverein. Allerdings sollte allzuviel sportlicher Ehrgeiz hierbei zuhause bleiben: Der Spaß an der Beschäftigung und die Gesundheit des Vierbeiners muß immer im Vordergrund stehen.

Säule 4: Lerne die Körpersprache deines Hundes!

Du solltest wissen, wie dein Hund aussieht, wenn er Jagdverhalten zeigt!

Das Video vom Titel zeigt meinen Wolfhund Chili bei der Orientierung nach Wild (in dem Fall Rehwild). Wenn ich ihn in dieser Art stehen oder gehen sehe, weiß ich genau, dass er Wild wahrgenommen hat und sich schon im „Jagdmodus“ befindet. An dieser frühen Stelle in der Verhaltenskette der Jagd kann man Hunde meist noch recht gut unterbrechen/umorientieren. Chili hat, wie du im Video siehst, gelernt, dass er sich zu mir umorientiert. Dafür wird er gelobt und bei mir belohnt.

Weil jeder Hund individuelles Jagdverhalten zeigt, ist es für dich wichtig, deinen Hund genau zu kennen: Was sind Hinweise darauf, dass er gerade jagt? Wie genau sieht dein Hund aus, wenn er in den Jagdmodus kommt? Was löst bei deinem Hund Jagdverhalten aus (z. B. schnelle Bewegungen, Geräusche, Gerüche, der Anblick von Wild..)?

So kannst du viel leichter und vor allem rechtzeitig reagieren, BEVOR dein Vierbeiner auf Nimmerwiedersehen im Wald verschwindet.

 

Im folgenden vierten Teil meiner Miniserie erfährst du, was nun noch fehlt zum erfolgreichen Antijagdtraining und wie ein ganz spezielles Antijagdtraining aussehen kann!

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